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angle-left Geräte länger nutzen durch Vorgaben bei der Beschaffung

Geräte länger nutzen durch Vorgaben bei der Beschaffung

Alte Netzteile

Bildnachweis: shooting88/fotolia.com

Mit der Herstellung von Geräten für die Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) sind hohe Aufwände an Energie und Ressourcen verbunden. Es ist deshalb mit Blick auf Klimaschutz und Ressourcenschonung sinnvoll, vorhandene Hardware möglichst lange zu verwenden.

Energiesparpotenzial

Betrachtet man nur den Energieverbrauch während der Nutzung, sind Notebooks wesentlich energiesparender als Desktop-PCs. Allerdings werden sie in der Regel deutlich kürzer genutzt als diese. Über 10 Jahre betrachtet ist somit das Treibhausgaspotenzial eines Notebook-Arbeitsplatzes in etwa gleich hoch wie das eines Desktop-PC-Arbeitsplatzes. Ein Arbeitsplatz mit Mini-PC wäre noch einmal deutlich günstiger in seiner Treibhausgasbilanz. Unabhängig von der Art der Geräte ist eine längere Nutzung anzustreben, sei es direkt oder über eine Verwendung im Zweitmarkt durch sogenannte Refurbisher.

Wirtschaftlichkeit

Bereits im Vergabeverfahren kann der Grundstein für eine lange Produktlebensdauer gelegt werden. Folgende Punkte sollten im Wartungsvertrag stehen:

  • eine gute Reparaturfähigkeit
  • eine garantierte Verfügbarkeit von Ersatzteilen
  • ein möglichst langjähriger Support seitens des Herstellers inklusive der Lieferung sicherheitsrelevanter Softwareupdates

Fazit

Eine möglichst lange Nutzungsdauer und gute Weiterverwertbarkeit sind wichtige Kriterien für eine zukünftige Kreislaufwirtschaft von IKT-Geräten. Produktion und Nutzung der Geräte belasten die Umwelt und auch die benötigten Rohstoffe für die Herstellung werden langfristig immer knapper.

Die Beschaffungsleitfäden des Umweltbundesamtes und das Ökolabel „Blauer Engel“ sind eine gute Orientierungshilfe für die Beschaffung langlebiger Produkte.

Detaillierte Informationen zu dieser Maßnahme finden Sie in der Langversion!