Biotoner

Biotoner

Mehrere Druckertoner

Bildnachweis: Piotr Adamowicz/fotolia.com

Beim Papierrecycling wird das Papier zunächst zerkleinert und dann die Druckerfarbe ausgewaschen. Anschließend werden die ausgewaschenen Rückstände verbrannt. Da Druckertoner erdölbasiertes Kunststoffpulver enthält, wird durch die Verbrennung klimaschädliches CO2 erzeugt. Bei Biotoner werden etwa 30 Prozent des enthaltenen Kunststoffpulvers durch Material aus nachwachsenden Rohstoffen ersetzt. Da die verwendeten Pflanzen während ihres Wachstums CO2 aus der Luft aufgenommen haben, gelangt durch die Verbrennung des pflanzenbasierten Pulvers kein zusätzliches CO2 in die Atmosphäre. In diesem Fall ist die CO2-Bilanz ausgeglichen.

Technische Voraussetzungen

Für die vorhandenen Drucker- und Kopierermodelle müssen geeignete Biotoner erhältlich sein.

Energie- und Ressourcenersparnis

Durch diese Maßnahme wird keine Energie eingespart. Dafür werden weniger Erdölressourcen genutzt und es entsteht weniger klimaschädliches CO2.

Wirtschaftlichkeit

Da Biotoner auf einem ähnlichen Preisniveau liegen wie konventionelle Toner, ergeben sich keine oder nur geringfügig höhere Kosten.

Fazit

Die Vorteile der Maßnahme liegen in der verbesserten Klimabilanz durch geringere Treibhausgasemissionen und die Schonung von Erdölressourcen. Die Kehrseite ist jedoch der größere Flächenverbrauch für den Anbau der Pflanzen, der in letzter Konsequenz auch durch viele unnötige Ausdrucke entsteht. Über den Flächenverbrauch konkurriert die Biotonerherstellung direkt mit dem Nahrungsmittelanbau, fördert Überdüngung und Pestizideinsatz, zerstört Naturräume und reduziert dadurch die Artenvielfalt.

Es ist zu überlegen, ob nicht am Kern des Problems angesetzt werden kann und der Papier- und Tonerverbrauch sich generell durch weniger Ausdrucke senken lässt.

Detaillierte Informationen zu dieser Maßnahme finden Sie in der Langversion!
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